aktuelle Projekte
 

Jürgen Thiele. Katalog LICHT & FARBE
herausgegeben vom landkreis Dahme-Spreewald und der MIttelbrandenburgischen Sparkasse Potsdam in Lübben

Projektleitung und Autor: Herbert Schirmer

64 Seiten, 52 Abbildungen
Erscheint im Herbst 2012

Auszug aus dem Katalogtext:
"Als Siebzehnjähriger geht er zum Studium an die Ingenieurschule für Bauwesen in Glauchau, das er 1960 abschließt. Es folgen Jahre der Tätigkeit als Architekt und Projektierer in Potsdam, Berlin und Königs Wusterhausen. Seit den 1970er Jahren tritt die Kunst wieder stärker in den Vordergrund. Nach dem Studium der Formgestaltung an der Burg Giebichenstein in Halle (Saale) und mit dem Umzug nach Königs Wusterhausen widmet sich Jürgen Thiele neben der freiberuflichen Tätigkeit als Architekt und Formgestalter zunehmend der freien Kunst, wobei hauptsächlich Collagen und Pastelle, Aquarelle und Acrylmalerei, aber auch Wand und Bodengestaltungen in unterschiedlichen Materialien entstehen. Dank perfekter Handhabung der Kreide- und Wasserfarbentechnik sowie der Betonung des atmosphärischen Ausdrucks ist er bemüht, das Elementarische wie das von Menschen organisierte einer Landschaft zu verbinden und mit einen von klaren Farben bestimmten emotionalen Malstil zu überführen. Auswahl und Einsatz der Farben, Wiedergabe von Lichtverhältnissen, von Stimmungen und Seelenzuständen, verleihen den Landschaftsansichten neben fein abgestimmten Farbklängen einen dichten Gefühlsgehalt. Ausgehend vom Einzelbild, in dem das sinnlich Wahrnehmbare aufgehoben und verarbeitet ist, entwickelt Thiele in der Synthese aus äußerer Welt und subjektiver Erfahrung Bildserien, die ihren adäquaten Ausdruck nicht zuletzt auch der inneren Stimmung des Künstlers verdanken, dem viel daran liegt, das Dargestellte mit einer spirituellen Dimension zu verbinden. Mit den von Licht durchfluteten Darstellungen gelingt es immer wieder, sinnliche Kraft in leuchtende Farbvaleurs zu verwandeln und - über die Verbildlichung nicht nur die Erscheinung zu vergegenwärtigen, sondern Einsichten in deren Wesen zu gewähren. Wenige Grundmotive, kräftige, kontrastreiche Farbflächen und stark vereinfachte Formen - später kommt als Stilelement das Stehenlassen des Bildträgers dazu – verweisen zudem erkennbar auf den deutschen Expressionismus, wie er am Beginn des vorigen Jahrhunderts von den Malern der Künstlergruppe „Die Brücke“ in Dresden vertreten wurde. ..." (Herbert Schirmer)
 
 
 
kontakt: herbert.schirmer@web.de